3.3.4. Status der „Gendersprache“

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Einen Zwang zum Gendern gibt es nicht. Das Bundesverfassungsgericht wies eine diesbezügliche Verfassungsbeschwerde ab und stellte in seinem Beschluss vom 26. 05. 2020, 1. Senat, 2. Kammer, auf Seite 2 fest, dass „das sogenannte generische Maskulinum […] nach dem allgemeinen Sprachgebrauch und Sprachverständnis Personen jeden natürlichen Geschlechts erfasst“ (1 BvR 1074/18).1

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Von der Orthographie her ist auf den Rat für deutsche Rechtschreibung, ein 41-köpfiges Gremium, zu verweisen, die – als die maßgebende Instanz in Fragen der Rechtschreibung – in seinen Empfehlungen vom 26. 03. 2021 festhielt: „Der Rat hat […] die Aufnahme von Asterisk (‚Gender-Stern‘), Unterstrich (‚Gender-Gap‘), Doppelpunkt oder anderen verkürzten Formen zur Kennzeichnung mehrgeschlechtlicher Bezeichnungen im Wortinnern in das Amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung zu diesem Zeitpunkt nicht empfohlen.“2

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Es fällt derweil auf, dass die aktuelle Ausgabe des Duden-Rechtschreibwörterbuchs (Dudenredaktion, 2020) bereits im Inhaltsverzeichnis einen Abschnitt „Geschlechtergerechter Sprachgebrauch“ ausweist und auf Seite 112 eine Reihe von Genderschreibungen (mit Asterisk, Unterstrich etc.) aufführt. Wahrscheinlich bemerkt dabei nicht jeder Benutzer den kleinen Hinweis: „vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt“.
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