1. Forschungskontext: Der ereignisstrukturbasierte Ansatz – Ereignisstrukturen als Repräsentationen verbaler Bedeutung

A jegyzet hozzáadásához kérjük, lépj be!

Hivatkozások
Válaszd ki a számodra megfelelő formátumot:
Harvard:
Chicago:
APA:
In Anlehnung an Engelberg (Engelberg 2000: 32 f.) wird davon ausgegangen, dass die semantische Repräsentation eines Verbs in der Struktur seiner Ereignisdarstellung besteht. Verben bezeichnen demnach Ereignisse, die aus verschiedenen Teilereignissen bestehen, welche durch spezifische Relationen miteinander verknüpft sind. Diese Teilereignisse stehen in spezifischen semantischen Relationen zueinander, etwa kausaler oder temporaler Art. Sowohl im Deutschen als auch im Ungarischen lassen sich derartige strukturierte Ereigniskomplexe modellieren. Somit bietet der ereignisstrukturbasierte Ansatz eine vielversprechende Grundlage für eine kontrastive grammatisch-semantische Analyse (Tóth 2018: 69 ff.). Ziel der vorliegenden Studie ist es, intern strukturierte verbale Ereigniskomplexe auf konzeptueller Ebene zu modellieren und kontrastiv für das Deutsche und das Ungarische zu analysieren. Dabei sollen potenzielle Komponenten komplexer Ereignisse sowohl auf konzeptueller als auch auf sprachlicher Ebene diskutiert werden, um die unterschiedliche sprachliche Strukturierung deutscher und ungarischer Verben besser zu erfassen und fundierte Aussagen zu ihrer Äquivalenz treffen zu können. Im Fokus steht zunächst der Linearisierungsprozess. Darüber hinaus wird die hierarchische Organisation von Sätzen betrachtet. Abschließend wird die Problematik der Äquivalenzbeziehungen1 thematisiert. Es wird gezeigt, dass es sich um eine inhaltlich und sprachlich überzeugende und insgesamt adäquate Wiedergabe des deutschen Ausgangstextes handelt.
 
1 Vgl. die übersetzungskonstituierende Relation zwischen Zieltext und Ausgangstext nach House 1997, 22015; Nord 31995; Kuhiwczak–Littau 2017; Koller–Henjum 92020.
Menü