Formen der ,Übersetzung‘ historischer Erfahrung im Familiengedächtnis in Ingeborg Bachmanns Todesarten-Projekt und Reinhard Jirgls Roman Die Unvollendeten

Sofie Friederike Mevissen

A jegyzet hozzáadásához kérjük, lépj be!

Hivatkozások
Válaszd ki a számodra megfelelő formátumot:
Harvard:
Chicago:
APA:
Gymnasium Zschopau

A jegyzet hozzáadásához kérjük, lépj be!

Hivatkozások
Válaszd ki a számodra megfelelő formátumot:
Harvard:
Chicago:
APA:
 

A jegyzet hozzáadásához kérjük, lépj be!

Hivatkozások
Válaszd ki a számodra megfelelő formátumot:
Harvard:
Chicago:
APA:
Im deutschsprachigen Generationenroman der Gegenwart seit 1945 wird der fundamentale Zusammenhang von privater Erinnerung und kollektiver Geschichtsschreibung über exemplarische Darstellungen der familieninternen Vermittlung narrativ inszeniert. Vielfältige Erfahrungen der ,Gewaltgeschichte‘ des 20. Jahrhunderts bilden darin den Hintergrund für ,Übersetzungen‘ kollektiver Narrative von Schuld und Traumata in die Erinnerungssprache der Familie. Der Akt des ,Übersetzens‘ bezeichnet hier metaphorisch Formen der Übertragung, Weitergabe und Verarbeitung individueller Erinnerungen innerhalb des Kollektivgedächtnisses der Familie. Über die Inszenierung intrafamiliärer Erfahrungsvermittlung veranschaulichen Generationenromane somit Umgangs- und Verarbeitungsweisen im Spannungsfeld von Individuum, Familienkollektiv und Erinnerungskultur.

A jegyzet hozzáadásához kérjük, lépj be!

Hivatkozások
Válaszd ki a számodra megfelelő formátumot:
Harvard:
Chicago:
APA:
Ingeborg Bachmanns Texte des Todesarten-Projekts aus den 1960er Jahren und Reinhard Jirgls Roman Die Unvollendeten aus dem Jahr 2003 repräsentieren zwei erinnerungsliterarische Beispiele transgenerationaler Erfahrungsvermittlung im Familiengedächtnis. Im Zentrum der ausgewählten Prosaarbeiten Bachmanns und Jirgls steht die individuelle Auseinandersetzung mit der Historie innerhalb sozialer Bezugsrahmen. Gemeinsam ist beiden literarischen Darstellungen die Referenz auf eine Erinnerungspoetologie der ,Krankheit‘, deren Symptome sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene zum Ausdruck kommen. Zugleich verweisen die zeitgeschichtlichen Entstehungsbedingungen der Texte auf jeweils unterschiedliche erinnerungskulturelle Status. Auf dieser Basis ermöglicht die vergleichende Lektüre Bachmanns und Jirgls zum einen eine Erweiterung hinsichtlich der generationengebundenen Perspektiven von Zeitzeugen und Nachgeborenen, zum anderen eine Metareflexion unterschiedlicher Erfahrungskontexte der deutschen Nachkriegshistorie bis in die Gegenwart.
 
Menü